Drainage für den Blumentopf

Und ich so: Aha!

Die dunklen Wolken flogen davon, die Sonne erstrahlte, ich stand im geblendeten Licht, erhob meine Hände und im Hintergrund sang ein Chor kleiner nackter Engel in lieblicher Stimmlage ein Halleluja. Es war mein absoluter Aha-Effekt.

Im Ernst. Eine Drainage sollte in der Garten- und Pflanzroutine so natürlich eingebunden werden wie … das Giessen selbst! Das würde sicherlich hunderten – nein tausenden! – Balkonpflanzen das Leben retten. Ok, das war leicht übertrieben, aber ihr wisst, worauf ich hinaus will.

Denn tatsächlich ist es so, dass Staunässe des Gärtners ärgster Feind ist. Und mit einer Drainage beugst du dem ganz easy vor.

Doch was ist Staunässe überhaupt?

Deine Blumen wollen nicht im Wasser stehen. Dann bekommen sie keine Luft mehr und ertrinken. Die Wurzeln brauchen Sauerstoff, um „atmen“ zu können. Bei übermässigen Giessen jedoch, flutet das Wasser die Erde und es bleibt kein Platz mehr für die Luft selbst. Die Pflanze ertrinkt, denn die Wurzeln beginnen abzusterben und können die Pflanze nicht mehr mit Nährstoffen versorgen. Dummerweise sind die offensichtlichen Symptome, die die Pflanze dann zeigt, leicht zu verwechseln mit den Symptomen, die bei zu grosser Trockenheit auftreten. Sie lässt ihre Blätter hängen. Damit das nicht passiert, legt man eine Drainage.

Was eine Drainage kann:

Eine Drainage sorgt dafür, dass das Wasser im Topf abfliessen kann. Voraussetzung ist natürlich, dass dein Topf auch ein Loch für den Abfluss hat! Hat er das nicht, ist es dennoch empfehlenswert eine Drainage zu legen, da sich das Wasser dann zumindest nicht bei den „Füssen“, also den Wurzeln der Pflanze, sammelt. Eine Drainage sorgt für eine gute Luftzirkulation. Durch sie bekommt die Pflanze keine „nassen Füsse“. Denn durch die Kügelchen, dem Blähton, wird das Loch nicht von der Erde verstopft oder verschlammt.

Was du dafür brauchst:

Es ist so! einfach. Und das hier brauchst du alles dafür:

Artikel-02_Drainage_fuer_den_Blumentopf

Einen Blumentopf mit Loch, Tonscherbe, Blähton, Erde, Vlies und Schere

Und so funktioniert’s:

1. Mit der Tonscherbe das Loch abdecken.

Der Topf soll zwar durch das Loch einen guten Ablauf für das Wasser haben, aber es soll auch kein Blähton durchrieseln können. Durch die Tonscherbe auf dem Loch, stellt man sicher, dass wirklich nur Wasser abläuft.

2. Den Blumentopf mit mindestens 2 cm Blähton füllen.

Eigentlich wird Blähton für Hydrokulturen genutzt. Doch dadurch, dass die Kügelchen so leicht sind, ist es auch ein beliebtes Material für Drainagen. Sand ist nicht empfehlenswert, denn neben dem zusätzlichen Gewicht, hat Sand auch nicht die geeignete Körnung oder genügend Hohlräume. Kies könnte man nutzen, man sollte aber das zusätzliche Gewicht bedenken. Styropor-Schnipsel könnten ebenfalls eine geeignete Alternative sein. Styropor ist leicht, durch die Schnipsel gibt es Hohlräume und es wärmt zusätzlich noch von unten. Ausserdem hat man dadurch den störenden Abfall bei Postsendungen recycelt, was definitiv ein Plus ist. Bei meiner nächsten Lieferung werde ich es mal ausprobieren.

3. Das Vlies zurecht schneiden und auf den Blähton legen.

Das verhindert, dass die Erde in die Hohlräume zwischen dem Blähton rieselt. Vlies ist Luft- und Wasserdurchlässig, aber eine gute Barriere für die Erde. Man sollte schauen, dass das Vlies den Blähton wirklich vollflächig abdeckt, damit die Erde die Hohlräume vom Blähton und den Abfluss nicht verschlammen kann.

4. Den Blumentopf mit Erde füllen und das auserwählte Blümchen einsetzen.

Ich fülle den Blumentopf immer grosszügig mit Erde auf, so dass noch mindestens 2 cm Luft nach oben bleibt. Dann drücke ich die Erde von der Mitte her Richtung Topfrand, so dass ein Loch in der Erde für das Blümchen entsteht. Das Blümchen befreie ich von seinem bisherigen Topf und lockere die Erde am Wurzelballen etwas auf. Hier muss man aber vorsichtig vorgehen, damit man die Wurzeln nicht verletzt. Doch ich habe den Eindruck, dass das Blümchen dann schneller in der neuen Erde heimisch wird. Wenn ich den Wurzelballen vom Blümchen eingesetzt habe, fülle ich die Hohlräume noch mit etwas Erde auf und drücke sie dann leicht fest.

5. Zu guter Letzt ordentlich angiessen.

Jetzt kann man auch gleich sehen, wie gut das Wasser unten raus läuft. Da das Wasser die Erde verdrängt und „zurechtrückt“, fülle ich den Topf noch mit etwas Erde nach. Achte aber darauf, dass weiterhin etwa 2 cm Luft nach oben bleibt.

Das war es auch schon! Und die Pflanzen werden es euch danken!

Was gehört zu eurer Pflanzroutine?

Auf bald!

Sarah

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5 Gedanken zu “Drainage für den Blumentopf

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